Minas de São Domingos
Mina de São Domingos ist ein historischer Bergbauort, in der Gemeinde Corte do Pinto im Landkreis Mértola im Alentejo/Portugal.
Kupfermine Mina de São Domingos
Mina de São Domingos ist ein historischer Bergbauort, in der Gemeinde Corte do Pinto im Landkreis Mértola im Alentejo/Portugal.
In der Mine am linken Guadianaufer wurde ab der Römerzeit bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhundert nach Kupfer gegraben. Heute gleicht der Ort einer Geisterstadt und vom einstigen Reichtum blieb nur noch ein Studienobjekt für Industriearchäologen.
Von 1865 bis 1967 wurde hier von einem britischen Unternehmen Kupfer gewonnen. Aus dieser Zeit stammen auch die Überreste der Gebäude sowie der bis heute giftige und noch nicht sanierte See, an dessen Ränder die Schwefelreste zu sehen sind.
Das Bergwerk befindet sich im Zentrum einer geologischen Schwefelkiesschicht, die den gesamten Süden der Iberischen Halbinsel durchzieht (Pyritgürtel der südiberischen Halbinsel). An der gleichen Pyritschicht befinden sich auch die inzwischen geschlossenen Bergwerke Mina de Canal Caveira, Mina de Lousal, Aljustrel und das noch produzierende Bergwerk Mina de Neves Corvo. In Spanien bauten die bekannten Minas de Riotinto auf dem Pyritgürtel.
Die Gesamtfördermenge wird auf 25 Millionen Tonnen pyrithhaltiges Gestein in São Domingos geschätzt. Dies Gestein hatte ca. 45 % Schwefelanteil; der Kupfer- und Zinkgehalt lag bei 1,25 bzw. 3 %.
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